Radfahrer fahren hintereinander auf einem durch Pelonen abgetrennten Fahrstreifen über einen roten Teppich

Rund 40 Menschen folgten dem Aufruf der ADFC-Ortsgrupe Chattengau zu einer Demonstration für einen geschützten Radweg in der östlichen Ortseinfahrt von Edermünde-Grifte. Der Abschnitt gehört zur Verbindung Baunatal – Melsungen. Gegenwärtig müssen Radler die mit 14.000 Kraftfahrzeugen pro Tag stark befahrene L 3221 mitbenutzen. Die Aktion ist Teil der bundesweiten ADFC-Kampagne #MehrPlatzFürsRad.

In ihren Reden verdeutlichten Organisator Ulli Horstmann, ADFC-Kreisvorsitzender Johannes Heyn und Bürgermeister Petrich die Probleme des Radverkehrs in den Ortsdurchfahrten, aber auch bei der Herstellung eines Radwegenetzes zwischen den Kommunen. Es mangele an politischen Einsichten bezüglich der Bedeutung von Radverkehr für die Nahmobilität, Geld in den Haushalten von Land und Kommunen und an Fachpersonal bei der Landesbehörde Hessen Mobil.

Zur Demonstration der Umsetzbarkeit der konkreten Forderung nach einem geschützten Radfahrstreifen in der Ortseinfahrt hatte die Ortsgruppe Chattengau einen roten Teppich ausgerollt und ihn mit Verkehrskegeln gesichert. er wurde von den Demonstranten mehrfach befahren. Die Gemeinde Edermünde hofft auf eine nicht allzu ferne grundlegende Sanierung der Ortsdurchfahrt Grifte.

Referenzen

Text: © Ulli Horstmann
Foto: © Rainer Zirzow/HNA, vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung